Willkommen auf der Homepage der Burschenschaft Germania Halle zu Mainz

Deutsche Burschenschaft/SWR Kartell

Das Schwarz – Weiß – Rote Kartell

Innerhalb der Deutschen Burschenschaft gab es schon immer verschiedene Richtungen hinsichtlich Genugtuung und politischer Betätigung. Die den verschiedenen Richtungen folgenden Burschenschaften hatten sich zu sogenannten Kartells zusammengeschlossen. Die so verbundenen Burschenschaften stimmten in ihrer Richtung wesentlich überein und gründeten ihre guten Beziehungen darüber hinaus auf Freundschaftsverhältnissen und/oder alten Verkehrsbeziehungen.

Natürlich waren die Kartelle auch Zweckbindungen: Es gab (zumeist) unverbindliche Vorberatungen der Tagesordnung des Burschentages und gemeinsame Bearbeitung von Fragen der gesamtburschenschaftlichen Politik. Obwohl die Unterschiede der Richtungen schon lange verwischt sind, haben sich dennoch die alten Bindungen erhalten, bzw. wegen guter Beziehungen auch neue herausgebildet. Die HB! Germania orientierte sich schon seit ihrer Aufnahme in die Deutsche Burschenschaft (5.8.1919) an den Zielen des weißen Kreises und schloß 1929 ein Freundschaftsabkommen mit dem Schwarz-Weiß-Roten Kartell, das selbst auch im weißen Kreis war und aus den Burschenschaften Frankonia-Erlangen und Germania-Halle bestand.

Mit der Germania-Halle und der Arminia-Breslau zusammen gründete der Altherrenverband der HB! Germania 1949 den Ostwestdeutschen Bund und 1952 kam es zur Annahme des Namens Halle-Hamburger Burschenschaft Germania, welche 1958 der weißen Interessengemeinschaft (WIG), der Nachfolgerin des weißen Kreises beitrat.

Nach dem Umzug der Germania-Halle nach Mainz im Mai 1959 kam es noch im selben Jahr zur Neugründung des Schwarz-Weiß-Roten Kartells, das jetzt neben den Burschenschaften Frankonia-Erlangen und Germania-Halle auch die Germania-Hamburg umfaßt. Es gründet vor allem auf den Freundschaftsverhältnissen, während die Ziele der WIG sind: Erziehung durch die überlieferten unentbehrlichen Formen straffen korporativen Gemeinschaftslebens zu einer frohen Lebensgemeinschaft, Wahrung der korporativen Eigenart der Deutschen Burschenschaft, entgegen Popularisierungsbestrebungen Erhaltung des burschenschaftlichen Gedankens und Schaffung von Einigkeit und Klarheit über Ziele und Wege der Deutschen Burschenschaft und Förderung der sachlichen Zusammenarbeit innerhalb, um nach außen den burschenschaftlich- volksgemeinschaftlichen Gedanken, nationale Ziele und die Pflege der korporations- und waffenstudentischen Eigenart zu fördern. 1961 löste die burschenschaftliche Gemeinschaft die WIG ab, mit dem Vorsatz, noch stärker die politische Komponente zu betonen.